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Politiker
- 1911
- 6. Februar: Ronald Wilson Reagan wird in Tampico/Bundesstaat Illinois
als jüngstes von vier Kindern von John Edward Reagan und seiner
Frau Nelle geboren.
- 1928-1932
- Nach der Highschool studiert Reagan auf dem Eureka-College in Dixon/Illinois
Wirtschaft, Soziologie und Theaterwissenschaft. Er spielt im Football-Team
des Colleges und tritt bei Theateraufführungen auf. Sein Studium
finanziert er mit einem Stipendium, Kellnerjobs und als Trainer der
College-Schwimmmannschaft.
30er Jahre
- Nach Abschluss des Studiums beginnt Reagan seine berufliche Laufbahn
als Sportreporter für eine lokale Radiostation im Mittleren Westen.
Er knüpft erste Kontakte nach Hollywood.
1937-1964
- Schauspieler bei unterschiedlichen Filmgesellschaften in Hollywood.
Erste Rolle in dem Film "Love is in the Air". In den nächsten
beiden Jahrzehnten spielt Reagan in 53 Filmen. Während des Zweiten
Weltkrieges produziert er Trainingsfilme für die Air Force.
- 1940-1948
- Ehe mit der Schauspielerin
Jane Wyman. Aus der Verbindung gehen zwei Kinder hervor.
- 1952
- Hochzeit mit der Schauspielerin Nancy Davis, mit der er zwei Kinder
hat.
- 1954-1962
- Schauspieler in einer Fernsehshow des Konzerns General Electric und
Sprecher der Zentrale von General Electric.
- 1962
- Reagan, der bis dahin zum demokratischen Lager tendierte, wird aktives
Mitglied der Republikaner. Demokraten wie Woodrow Wilson (1856-1924)
und Thomas Jefferson (1743-1826) bleiben seine Vorbilder. Ihre Ideale
sieht Reagan im modernen Amerika verwässert. Der Ausbau der Bundesbürokratie,
die Verstaatlichung von Eisenbahnen und Banken sowie hohe Steuern führen
seiner Ansicht nach "in eine verkappte Form des Sozialismus".
Er tritt für eine größere Autonomie von Bundesstaaten
und Gemeinden ein.
- 1966-1974
- Gouverneur von Kalifornien. Proteste gegen den Vietnam-Krieg versucht
er mit Hilfe des Geheimdienstes einzudämmen. Reagan lässt
einen Teil der durch die Verfassung garantierten Grundrechte sowie die
Pressefreiheit und das Postgeheimnis außer Kraft setzen.
- 1968
- Sein Versuch, sich als Präsidentschaftskandidat der Republikaner
aufstellen zu lassen, scheitert.
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- 1976
- Auch sein zweiter Versuch, von seiner Partei als Präsidentschaftskandidat
aufgestellt zu werden, scheitert.
1980
- Reagan setzt sich mit überwältigender Mehrheit als republikanischer
Präsidentschaftskandidat gegen den amtierenden Präsidenten
Jimmy Carter durch und wird
40. Präsident der Vereinigten Staaten. Sein Stellvertreter ist
George Bush Senior.
seit 1981
- 30. März: Bei einem Attentat wird Reagan schwer verletzt. Der
Attentäter, John Hinckley Junior, gilt als unzurechnungsfähig
und wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
Es gelingt Reagan mit Unterstützung von demokratischen Abgeordneten
im Kongress, sein Wirtschaftsprogramm ("Reaganomics") durchzusetzen:
Senkung der Steuern, weniger Hindernisse für die Industrie, Kürzungen
bei Sozialausgaben und Ausbau der Rüstung. Die Wirtschaft erholt
sich und die Arbeitslosigkeit sinkt. Infolge der hohen Militärausgaben
steigt jedoch in den folgenden Jahren das Haushaltsdefizit der USA.
Im Ost-West-Konflikt tritt Reagan als Hardliner auf, entschlossen, den
Einfluss der Sowjetunion, die er als "Reich des Bösen"
bezeichnet, zu bekämpfen. Dazu dient auch eine neue Runde des Rüstungswettlaufs,
die Reagan initiiert. Inwieweit Reagans Rüstungspolitik - beim
Wettrüsten können die Länder im kommunistischen Machtbereich
nicht Schritt halten - zum Ende des Kommunismus in Osteuropa beigetragen
hat, ist bis heute umstritten.
1983
- Amerikanische Truppen besetzen Grenada, um der angeblich unmittelbar
bevorstehenden Einrichtung eines kubanisch-sowjetischen Stützpunktes
auf der Karibikinsel zuvorzukommen.
Reagan schlägt eine Strategic Defense Initiative (SDI) vor, mit
dem Ziel, die USA durch ein weltraumgestütztes Raketenabwehrsystem
gegen feindliche Atomraketen zu schützen. Das Projekt wird nicht
realisiert, aber von George w. Bush wieder aufgegriffen.
1984
- Reagan siegt bei der Präsidentschaftswahl deutlich über
den demokratischen Kandidaten Walter Mondale (geb.1928).
1985/86
- Abrüstungsverhandlungen (START) mit dem sowjetschen Generalsekretär
Michail Gorbatschow .
1986
- April: Bei dem vom libyschen Geheimdienst verübten Anschlag auf
die Berliner Diskothek La Belle werden zwei US-Soldaten getötet
und mehr als 200 Menschen verletzt. Die amerikanische Luftwaffe bombardiert
daraufhin die libysche Hauptstadt Tripolis. Ein großer Teil der
Weltöffentlichkeit missbilligt die Angriffe.
Oktober: Der Verkauf von Panzerabwehrraketen an den Iran und die anschließende
Verwendung der Erlöse für die Unterstützung der rechtsgerichteten
Gegner der sandinistischen Regierung in Nicaragua werden unter der Bezeichnung
Iran-Contra-Affäre zum größten Skandal der Reagan-Ära.
National und international umstritten ist auch die militärische
Unterstützung des irakischen Diktators Saddam
Hussein und der Mujaheddin in Afghanistan.
- 1987
- Reagan und Gorbatschow unterzeichnen den Vertrag zur Abschaffung der
amerikanischen und sowjetischen Mittelstreckenraketen in Europa.
12. Juni: Bei einem Besuch am Brandenburger Tor fordert Reagan Gorbatschow
auf: "Kommen Sie zu diesemTor! Öffnen Sie dieses Tor! Herr
Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!"
(Mr. Gorbatschow, tear down this wall!")
- 1988
- Am Ende seiner zweiten Amtszeit schlägt Reagan seinen Vizepräsidenten,
George Bush Senior, als Nachfolger vor.
8. November: Bush wird zum 41. Präsidenten der USA gewählt.
- 1991
- Gründung der gemeinnützigen
Stiftung "Ronald Reagan Presidential Foundation", welche unter
anderem eine Bibliothek und ein Museum im kalifornischen Simi-Valley
unterhält.
1994
- Offizielle Bekanntgabe seiner Alzheimer-Krankheit.
2004
- 5. Juni: Ronald Reagan stirbt im Alter von 93 Jahren in seinem Haus
in Bel Air in Kalifornien an einer Lungenentzündung. Sein Leichnam
wird in einer großen Zeremonie im Capitol in Washington D.C. aufgebahrt
und später in Kalifornien beigesetzt. Ronald Reagan ist der erste
US-Präsident, nach dem noch zu Lebzeiten ein Kriegsschiff benannt
wurde. Außerdem trägt der nationale Flughafen der Hauptstadt
seinen Namen.
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(sw)
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