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Kommentar zur Erklärung zur Informationsfreiheit

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Sonst bauen wir ein neues freies Netz

Von Peter Spangenberg, 17.02 2004, 19:59:54

Ich bin auch nicht mit allen Web-Inhalten einverstanden, aber Freiheit ist zuerst die Freiheit Andersdenkender. Argumente soll man nicht stilllegen, sondern widerlegen!
Also muss auch ein Sittenstrolch oder Terrorist oder lokalpolit. Querulant seine Meinung vertreten dürfen. Und mit Namen und Adresse dafür einstehen. hat ein Kinderschänder sich bei Untaten gefilmt, soll sich der Staatsanwalt doch über das Beweismaterial freuen. Und bestraft werden sollte aber die Tat, nicht das Zeigen der Beweise. In einem freien Internet wird geistiger Müll sicher nicht lange unerwidert einfach so stehen bleiben. Möge das bessere Argument siegen! Auch scheinheiliger Urheberrechtsmißbrauch zum Wegsperren unliebsamer Inhalte ist niveaulos, leider inzwischen beliebtes Mittel der Zensoren. Per Abmahnungen werden dann auch noch die »illegalen« Verbreiter der Gedanken abkassiert. Das System belohnt sich also sogar selbst für seine Manipulation der Meinungsfreiheit. Machen wir uns nichts vor: Wir schliddern gerade in eine Plünderungswirtschaft. Berliner Zöllner nahmen einem bekannten 30 statt 1 importierter Sektflasche zur »Warenverprobung« vom LKW und ließen bei verlangter Quittung beim nächsten verlangten Armvoll »Proben« den Laster gebührenpflichtig ein paar Tage im Zollhof parken, bis ich nachhakte. Diverse Behörden denken sich lustige Nebeneinnahmen über Zwangsanschlüsse aus und verbraten Steuergeld in Nullkommanichts für überteuerte Bauprojekte. Bald macht sich jeder Dorfpolizist mit einer Kreuzung selbständig. Kenne ich alles aus den 90ern in Russland. Und anscheinend sind die Internetkreuzungen ebenso attraktiv. Ich habe mich schon damit abgefunden, mein EDV-Wissen soweit nachbessern zu müssen, um mit interessierten Nachbarn notfalls ein alternatives Internet errichten zu können. Und alternatives Geld (GoGo, TERRA, Chiemgauer, Roland, ...)wird den Machern der heut so merkwürdigen Spielregeln bald auch das Wasser abgraben. Mein ehem. Chef sagte mir einmal: Man kann mit Leuten immer nur das machen, was die mit sich machen LASSEN. Und genau so wird es kommen. Bis dahin sollten wir alle Informationsquellen noch nutzen und mit gesundem Mißtrauen selbst sortieren statt uns immer das selbe Menü servieren zu lassen. Wem nützt es – diese Frage hilft in vielen Zweifelsfällen schon mächtig weiter. Und das Verbot »schlimmer« Symbole oder Worte ist albern – genauso wie das pflichtgemäße Absinngen von SED-Huldigungsliedern zu DDR-Zeiten. damit bewegt man aber auch gar nichts in den Köpfen.
Ich bin nicht pessimistisch, sondern nur verärgert. Und ich fühle mich von keiner der politischen Schmuddelecken angezogen, empfinde aber noch mehr Abneigung gegen Leute ohne jede Weltanschauung/Ziele/Einmischungsabsichten. Da haben die rechts und links Außen wenigstens noch so etwas wie Selbsterhaltungstrieb und
Futtersuchbewegungen im Verhalten – also erste Anzeichen von Intelligenz gegenüber der dumpfen Masse, die in einer Art Wolkenkuckucksheim die Demenz zur Idealform jeder Demokratie erklärt. Aber es muss doch auch noch eine wache Mitte geben, die sich nicht die Butter von der Stulle nehmen lässt! Nur eine total bescheuerte Mannschaft läßt sich vom gegnerischen Trainer in zwei Lager spalten, die sich während des gesamten Spiels immer nur aneinander reiben statt endlich einmal ein Tor zu schießen. Rechts/Links, Arbeitgeber/Arbeitnehmer, Moslem/Christ – wenn zwei sich streiten, freut sich doch ein Dritter. Und kassiert weiter. Während sich alle anderen wundern, warum das soziale Netz plötzlich nicht mehr hält. Eigentlich blöd, nicht wahr?

Passt bloß auf, Leute!

Euer Peter Spangenberg



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Kommentare

    Rechtschreibung – au Backe! (Peter Spangenberg; 17.02 2004, 20:10:43)


Neu oder wichtig:
O-Töne: Die Wahrheit aus Düsseldorf
Siehe auch: Assoziations-Blaster zum Thema Informationsfreiheit
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