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Ohne Titel
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Von Graf Tobler (Zürich, Genf und St. Moritz), 14.12 2006, 17:32:47
Madame Wendt,
Extremismus entsteht (auch) da, wo zensiert wird. Jede Form von Zensur – solang sie auf rein Verbales folgt – ist falsch. Zensur folgt einer Ideologie, ist Ausdruck von politisch gewünschten Denken und verbietet damit andere Gedanken.
Die Auseinandersetzung zwischen Für und Wider verhindert Extremismus. Das erleben Sie tagtäglich bei jungen Neonazis (nehmen wir das als Beispiel). Politisch »erwünscht« sind hier nur die Wider-Argumente zur NS-Diktatur. Hingegen auch die Leistungen eines solchen Regimes (die in Wirtschaft und einer aussenpolitischen Entspannung bis 1938 ohne Zweifel bestanden) zu würdigen (in einfacher Sprache tat das Sebastian Haffner – völlig unverdächtig aus jüdisch asymiliertem Milieu) wäre eine wirkliche Form der Aufklärung. Erst die Auseinandersetzung mit Für und Wider führt zu einer gefestigten Meinung, die die Verbrechen der NS-Diktatur als Zivilisationsbruch begreifen. Eine wirkliche Auseinandersetzung ist politisch aber unerwünscht.
Zensur an sich ist Gegenaufklärung. In Verbindung mit den Leistungsabfall an unseren Gymnasien führt dies langfristig zur Verdummung einer Gesellschaft. Nun darf ich fragen, wer kehrte den Humanismus aus unseren Gymnasien und wer schreit nach politischer Zensur? Es sind die gleichen politischen Kräfte, die Wahlgeschenke verteilen und Stimmen kaufen. Bürgern Freiraum nehmen (Paradebeispiel: Antidiskrimnierungsgesetz)und dadurch entmündigen. Ein demokratischer Staat baut jedoch auf mündigen Bürgern auf.
Sie unterbinden die Machenschaften von Neonanzis nicht dadurch, dass sie deren Internetauftritte zensieren. Sie unterbinden sie durch freien Diskurs. Der sollte an Schulen beginnen – durch ideologiebehaftetes Lehrerpersonal und aufgeweichte Bildungspolitik passiert hingegen nichts. Erlauben Sie mir die These: Extremismus ist Ergebnis linker Bildungspolitik. Politik, die den einzelnen entmündigt (bevor sie darauf antworten, lesen Sie noch einmal die Rede des Perikles im Pelponesischen Krieg des Thyklides).
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Kommentare
Ohne Titel
(Oliver Jenkowsky; 24.01 2007, 20:05:57)
Ohne Titel
(Graf Tobler (Zürich, Genf und St. Moritz); 08.02 2007, 17:42:30)
Verunglimpfung sozialistischer Errungenschaften!
(Wendelin Tornow; 09.01 2007, 11:05:20)
Ich hasse den Pöbel trotzdem....
(Bastian W. Pophal; 24.01 2007, 13:19:43)
@ Bastian Pophal
(Wendel Holmes; 24.01 2007, 19:53:15)
Ohne Titel
(Graf Tobler (Zürich, Genf und St. Moritz); 08.02 2007, 17:53:58)
Check?
(Wendel Holmes; 09.02 2007, 18:33:49)
Ohne Titel
(Graf Tobler (Zürich, Genf und St. Moritz); 13.02 2007, 16:20:48)
Falsch
(Wendel Holmes; 15.02 2007, 18:51:26)
Ohne Titel
(Graf Tobler (Zürich, Genf und St. Moritz); 16.02 2007, 12:40:57)
Verzogen?
(Wendel Holmes; 05.03 2007, 11:23:58)
Sie, sie kleiner Bastard!
(Graf Tobler (Zürich, Genf und St. Moritz); 05.03 2007, 12:08:48)
Selber Schuld
(Wendel Holmes; 05.03 2007, 22:26:05)
Sie, sie ...
(Graf Tobler (Zürich, Genf und St. Moritz); 06.03 2007, 12:00:53)
Show
(Wendel Holmes; 14.03 2007, 10:24:03)
Ohne Titel
(Graf Tobler (Zürich, Genf und St. Moritz); 16.03 2007, 09:38:59)
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Siehe auch: Assoziations-Blaster zum Thema Informationsfreiheit
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